Schwerinordnungausweis der Initiatorin Hannah Ylva (Foto: dpa/Kai Bruhn)

"Schwerinordnung" statt "Schwerbehindert"

Axel Burmeister   02.01.2018 | 12:13 Uhr

Eine 14-Jährige aus Pinneberg hatte die geniale Idee: Das Down-Syndrom-Mädchen erfand einen neuen Titel für den Schwerbehindertenausweis, der wie sie meinte, viel besser zu ihr passe: Schwerinordnung! Hamburg und Rheinland-Pfalz haben jetzt die Idee aufgegriffen.

Rheinland-Pfalz ist eines der ersten Bundesländer, das den Wunsch behinderter Menschen nach einem „Schwerinordnungausweis“, umgesetzt hat. Die Mainzer Staatskanzlei teilte mit, dass vor allem Jüngere sich anstelle ihres Schwerbehindertenausweises einen „Schwerinordnungausweis“ wünschen.

Dieses Anliegen habe die Landesregierung ernst genommen und eine entsprechende Kartenhülle entwickelt. Allerdings sei der Schwerbehindertenausweis ein amtliches Dokument und in seiner Form nicht veränderbar. Ob das Saarland dem Beispiel folgt, ist noch nicht bekannt.

Hannah-Hype im Netz

Der Name des Ausweises war durch ein Mädchen aus Norddeutschland mit Downsyndrom zustande gekommen. "Ich finde, dass alle schwer in Ordnung sind", so die 14-Jährige. Reaktion des Vaters: "Besser als Hannah hätte man es gar nicht auf den Punkt bringen können." In den sozialen Netzwerken wurde der Vorschlag massiv gehypt: "Du bist schwer in Ordnung", "Klasse, Hannah", "Nur das Beste für Hannah" - hieß es auf Twitter und Facebook.

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