Symbolischer Sparpaket vor dem Trierer Dom (Foto: dpa)

Bistum künftig mit XXL-Pfarreien

  24.03.2017 | 16:30 Uhr

Weg von vielen kleinen Pfarreien, hin zu wenigen Großpfarreien: Das Bistum Trier hat in Trier einen Entwurf für eine neue Struktur vorgestellt. Aus derzeit knapp 900 Mini-Pfarreien sollen rund 35 Großpfarreien werden.

Video [aktueller bericht, 24.03.2017, Länge: 1:40 Min.]
Neue Pfarreienstruktur im Bistum Trier

Im vergangenen Jahr hatte eine Synode des Bistums das Reformpaket als Teil einer umfassenden Strukturveränderung beschlossen. Künftig soll es nur noch 35 Großpfarreien im Bistum geben. 25 davon liegen nach Angaben des Bistums in Rheinland-Pfalz, zehn im Saarland. Die Pfarreien sind unterschiedlich groß, sie sind für 16.000 bis 77.000 Gläubige zuständig.

In jeder Großpfarrei soll es nur einen "Pfarrort" geben, an dem die Verwaltung gebündelt wird. Der Entwurf soll bis Herbst in einer „Resonanzphase“ diskutiert werden. Dazu sei eine Reihe von Veranstaltungen geplant.

Ackermann startet neue Struktur

Eine Sprecherin sagte, es gebe Fragebögen und ein „Resonanztelefon“. Bischof Stephan Ackermann werde nach der Diskussionsphase die neue Struktur in Kraft setzen. Die diözesanen Räte wurden über die geplante Pfarreienlandschaft informiert. Zum Bistum Trier gehören rund 1,4 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Video [aktueller bericht, 24.03.2017, Länge: 3:23 Min.]
Interview mit Christian Heintz, Jugendkirche eli.ja

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 24.03.2017 berichtet.

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