Bildmontage: Logo "Die Tafeln"/Ältere Menschen stehen an der Ausgabe für Lebensmittel an. (Foto: picture alliance/dpa/Peter Pleul/Boris Roessler)

1000 Neukunden bei Burbacher Tafel

Patrick Wiermer   05.12.2017 | 06:30 Uhr

Rund 3000 Menschen sind bei der größten Tafel im Saarland in Saarbrücken-Burbach registriert. Das sind rund 1000 Kunden mehr als im vergangenen Jahr. Nach einer Umstellung des Verteilsystems dürfen Bedürftige aber nur noch alle zwei Wochen kommen.

Da hinter jedem Ausweis oftmals ganze Familien stecken, schätzt die Tafel, dass sie mindestens 4500 Menschen versorgt. Bei 80 Prozent der Neukunden handelt es sich um Menschen mit Migrationshintergrund. Mehr als die Hälfte sind Flüchtlinge aus Syrien.

Die Burbacher Tafel hatte im vergangenen Jahr einen Aufnahmestopp verfügt. Nach der Umstellung des Verteilsystems Ende 2016 sind Neuaufnahmen wieder möglich geworden. Seither dürfen die Bedürftigen statt jede Woche nur noch alle zwei Wochen kommen. Im Moment laufe die Versorgung gut, heißt es. Allerdings rechne man wegen der steigenden Armut unter Rentnern mit immer weiter steigenden Bedürftigenzahlen.

Armut im Saarland
Mehr alte Menschen gehen zur Tafel
Immer mehr alte Menschen nutzen das Angebot der Tafeln im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Vor allem alleinstehende Senioren seien vermehrt auf die Lebensmittelausgabe der Tafeln angewiesen, so die Vorsitzende des Landesverbands. Sie rechnet damit, dass die Zahl der älteren Gäste weiter ansteigt.


Thementag
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Kinderreich, alleinerziehend, alt: Das Risiko Armut bedroht immer mehr Menschen. Tausende Gäste nutzen Woche für Woche das Angebot der zehn Tafeln im Saarland. Vor allem alleinstehende alte Menschen sind zunehmend auf die Lebensmittelausgabe der Tafeln angewiesen. Der SR-Thementag „Armut im Saarland“ am Donnerstag, 30. November 2017.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht im SR Fernsehen vom 04.12.2017 berichtet.

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