Ein vermummter Demonstrant wirft eine Flasche in Richtung Polizei. (Foto: dpa)

Polizisten bei G20-Krawallen verletzt

  13.07.2017 | 17:00 Uhr

Beim Treffen von Politikern aus den G20-Ländern in Hamburg gab es Gewalt bei Protesten. Dabei wurden auch drei Polizisten aus dem Saarland leicht verletzt.

Vom 7. bis zum 9. Juli haben sich Vetreter der G20-Länder in Hamburg getroffen. Zu den G20 gehören die 20 wichtigsten Industrie·länder und Schwellen·länder der Welt. Bei dem Treffen ging es vor allem um wirtschaftliche Themen.

Viele Menschen waren gegen dieses Treffen. Sie sagen zum Beispiel: Die Politiker kümmern sich zu sehr um die Wirtschaft und zu wenig um die armen Menschen auf der Welt. Die meisten Menschen waren friedlich. Einige sind aber gewalt·tätig geworden. Sie haben Schau·fenster zerstört, Läden geplündert und Autos angezündet. Manche haben auch Steine oder Flaschen auf Polizisten geworfen. Dabei wurden fast 500 Polizisten verletzt. Drei der verletzten Polizisten kommen aus dem Saarland.

Der saarländische Innen·minister Bouillon fordert nun harte Strafen für die Gewalt·täter. Er sagt: Der Staat muss gegen die Links·extremisten vorgehen. Für ihren Einsatz in Hamburg hat der Innenminister den Polizisten aus dem Saarland drei Tage Sonder·urlaub versprochen.

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Polizisten bei G20-Krawallen verletzt
Audio [SR.de, (c) SR, 13.07.2017, Länge: 01:32 Min.]
Polizisten bei G20-Krawallen verletzt


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G20

G20 ist die Abkürzung für "Gruppe der 20". Zu dieser Gruppe gehören 20 Länder, Industrie-Länder und Schwellen-Länder. Industrie-Länder sind Länder mit einer starken Wirtschaft und mit vielen Fabriken. Schwellen-Länder sind Länder, in denen die Wirtschaft noch nicht so stark ist. Es gibt dort auch weniger Fabriken. Zu der Gruppe der G20 gehören die Länder: USA, Japan, Deutschland, China, Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada, Brasilien, Russland, Indien, Südkorea, Australien, Mexiko, Türkei, Indonesien, Saudi-Arabien, Südafrika, Argentinien und die Europäische Union (EU). Die EU wird bei der G-20 auch als Land gezählt.


Industrie·länder

Ein Industrie·land ist wirtschaftlich und technisch besonders hoch entwickelt.


Schwellen·länder

Ein Schwellen·land steht bei der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung noch am Anfang.


Innen·minister

Ein Minister gehört der Regierung eines Landes an. Der Innen·minister ist zuständig für die Verwaltung des Landes. Dazu gehören die Sicherheit aber auch Sport.


Links·extreme

Links·extreme finden, dass reiche Menschen und die Wirtschaft zu viel Macht haben. Sie wollen einen Staat, in dem alle Menschen gleich sind. Dafür setzen einige auch Gewalt ein.

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