Geldscheine werden in Händen gehalten (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Menschen kennen Persönliches Budget nicht

  21.12.2017 | 16:00 Uhr

Etwa 300 behinderte Menschen im Saarland haben ein Persönliches Budget. Sie bestimmen selbst, wer ihnen hilft. Aber viele Menschen wissen gar nicht, was das Persönliche Budget überhaupt ist.

Das sagt Christa Rupp. Sie ist die Landes·behinderten·beauftragte im Saarland. Christa Rupp will mehr Menschen über das Persönliche Budget informieren. Mit dem Persönlichen Budget können behinderte Menschen selbst entscheiden, welche Hilfe sie sich einkaufen. Sie können zum Beispiel ihrer Nachbarin Geld geben, damit sie ihre Wohnung putzt. Sie können jemandem auch Geld geben, damit er sie zum Beispiel zu einem Amt begleitet.

Wie viel Geld ein behinderter Mensch als Persönliches Budget bekommt, ist sehr unterschiedlich. Die meisten Behinderten bekommen zwischen 200 und 800 Euro im Monat. Ein Persönliches Budget können Saarländer bei den Landkreisen beantragen.

Nachricht anhören

Menschen kennen Persönliches Budget nicht
Audio [SR.de, (c) SR, 21.12.2017, Länge: 01:15 Min.]
Menschen kennen Persönliches Budget nicht


Wörterbuch


Landes·behinderten·beauftragte

Die Landes·behinderten·beauftragte berät die Landes·regierung und den Landtag, wenn es um die Interessen von Menschen mit Behinderung geht. Sie ist die Kontakt·person für Behinderten·verbände und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Die Landes·behinderten·beauftragte ist auch die Vorsitzende des Landes·behinderten·beirats.


Persönliches Budget

Behinderte Menschen können seit 2008 wählen, ob sie von den Ämtern Hilfe·leistungen bekommen oder Geld. Das Geld heißt „Persönliches Budget“. Damit können sich behinderte Menschen Hilfe·leistungen selbst einkaufen.


Artikel mit anderen teilen