Eine blinde Schülerin liest ein Buch in der Blindenschrift. (Foto: dpa/Oliver Berg)

Mehr Lehrer für Blinden·schrift

  04.01.2018 | 16:00 Uhr

Der Verein für Blinde und Seh·behinderte im Saarland fordert mehr Lehrer, die Blinden·schrift schreiben und lesen können. Die Blinden·schrift wird auch Braille·schrift genannt. Am Donnerstag (4. Januar) war der Welt-Braille-Tag.

Der Verein sagt: Die Schrift ist sehr wichtig für Blinde. Damit können Blinde zum Beispiel Bücher und Texte lesen. Es gibt aber immer weniger Lehrer für die Blinden·schrift. Kinder können deshalb die Schrift nicht mehr lernen.

Das ist aber wichtig. Denn ältere Menschen können die Blinden·schrift nicht mehr so gut lernen. Der Grund: Im Alter können die Finger nicht mehr so gut tasten. Bei der Blinden·schrift muss man ein Muster aus Punkten auf Papier ertasten.

Im Saarland leben mehr als 1.500 blinde Menschen.

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Audio [SR.de, (c) SR, 04.01.2018, Länge: 01:04 Min.]
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Braille·schrift

Der Franzose Louis Braille hat 1825 die Braille·schrift entwickelt. Sie besteht aus Punktmustern. Jede Zahl und jeder Buchstabe hat ein eigenes Muster. Die Muster werden so auf Papier gepresst, dass die Punkte Erhebungen bilden. Die Punkte können Blinde mit den Fingerspitzen ertasten und so die Schrift lesen. Mit Spezial·tastaturen können Blinde so auch Texte am Computer lesen und schreiben.


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