Mietskandal (Foto: SR)

Flüchtlinge leben ohne Strom und Heizung

  10.08.2017 | 16:30 Uhr

In einem Haus in Saarbrücken müssen Flüchtlinge ohne Strom und Heizung wohnen. Obwohl das Job·center Miete und Nebenkosten bezahlt. Das hat der Saarländische Rundfunk heraus·gefunden.

Der Ver·mieter des Hauses ist eine Firma, die kein Geld mehr hat. In schwerer Sprache heißt das: Die Firma ist "insolvent". Der Geschäfts·führer der Firma lebt im Ausland. Deswegen erreichen die Mieter ihn auch nicht.

Die Miete und die Neben·kosten für die Wohnungen der Flüchtlinge zahlt das Job·center. Es hat nicht überprüft, in welchem Zustand die Wohnungen sind.

Das Job·center sagt: Wir können das auch nicht prüfen. Die Flüchtlinge haben ihre Miet·verträge selbst mit der Firma abgeschlossen.

Politiker fordern deshalb jetzt ein neues Gesetz. Es soll dem Job·center erlauben, un·angemeldete Kontrollen zu machen.

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Miete

Wenn man in einer Wohnung wohnt, die einem nicht gehört, zahlt man jeden Monat eine Miete. Dieses Geld bekommt der Ver·mieter. Ihm gehört die Wohung. Wie·viel Miete man bezahlen muss, steht im Miet·vertrag. Neben der Miete zahlt der Mieter auch jeden Monat Geld für Neben·kosten. Mit dem Geld wird zum Beispiel der Wasser·verbrauch oder die Müll·abfuhr bezahlt.


Job·center

Das Job·center hilft arbeitslosen Menschen eine neue Arbeit zu finden. Vom Job·center bekommen die Arbeitslosen auch ihr Arbeitslosen·geld. Bei einigen Menschen bezahlt das Job·center auch die Miete für ihre Wohnung.

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