Grubenwasser unter Tage (Foto: dpa/Jan-Peter Kasper)

Streit um das Gruben·wasser

  21.12.2017 | 16:00 Uhr

Im Saarland gibt es viel Streit um das Gruben·wasser. Auch in den nächsten Monaten wird darüber noch viel geredet. Worum geht es bei dem Streit?

Im Saarland gab es viele Jahre lang Kohle·gruben unter der Erde. Dort wurde Kohle abgebaut. Den Kohle·abbau gibt es nicht mehr. Aber es gibt noch die Kohle·gruben.

Das Unternehmen RAG muss sich um die Gruben kümmern. Die RAG muss zum Beispiel Wasser aus den früheren Gruben abpumpen. Das ist teuer. Deswegen will die RAG die Pumpen abstellen. Dann steigt das Wasser in den früheren Gruben. Man kann auch sagen: Die Grube wird geflutet. Die RAG sagt: Das ist nicht gefährlich. Viele Menschen im Saarland sehen das anders.

Warum wollen sie nicht, dass die Gruben geflutet werden?

  • Die Menschen haben Angst, dass die Gruben·flutung Erd·beben auslöst.

  • Die Menschen haben auch Angst, dass das Wasser im Saarland vergiftet wird.

Viele Menschen im Saarland sammeln jetzt Unterschriften gegen die Gruben·flutung.

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Streit um das Gruben·wasser
Audio [SR.de, (c) SR, 21.12.2017, Länge: 01:25 Min.]
Streit um das Gruben·wasser


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Gruben·wasser

Gruben·wasser ist Regenwasser. Es sickert in die Erde über einer Grube ein. Das Gruben·wasser wird tief in der Erde gesammelt. Dann wird das Gruben·wasser nach oben gepumpt.


RAG

Das Unternehmen RAG hieß früher „Ruhrkohle AG“.  Die RAG verdient ihr Geld unter anderem damit, dass sie Kohle aus der Erde nimmt und damit Energie erzeugt. Das nennt man auch: Berg·bau. Die RAG wird oft kritisiert. Die Menschen sagen: Der Berg·bau hat Schäden verursacht. Dafür muss die RAG bezahlen. Sie muss sich auch um Gruben kümmern, in denen keine Kohle mehr abgebaut wird.


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