Rüdiger Schneidewind, SPD (Foto: SR Fernsehen)

Anklage gegen Ober·bürgermeister aus Homburg

  08.02.2018 | 16:30 Uhr

Hat der Ober·bürgermeister aus Homburg etwas Verbotenes getan? Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken sagt: Ja. Deshalb hat sie Rüdiger Schneidewind von der Partei SPD angeklagt.

Worum geht es? Rüdiger Schneidewind hat Detektiven gesagt, sie sollen bestimmte Mitarbeiter der Stadt Homburg überwachen. Schneidewind war der Meinung, die Mitarbeiter klauen Holz und verkaufen es.

Aber: Rüdiger Schneidewind hat anderen Politikern aus Homburg nicht erzählt, dass Detektive die Mitarbeiter überwachen. Das war falsch. Außerdem hat auch niemand gewusst, dass die Detektive für ihre Arbeit viel Geld wollen. Schneidewind hat als Ober·bürgermeister den Detektiven mehr als 100-Tausend Euro gegeben. Das war auch falsch.

Deshalb sagt die Staatsanwaltschaft: Rüdiger Schneidewind hat Fehler gemacht. Er darf als Ober·bürgermeister nicht so viel Geld ausgeben, ohne mit anderen Politikern darüber zu reden.

Seit Mittwoch (7.2.2018) ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen Bürgermeister Klaus Roth von der CDU. Er soll Geld von der Stadt Homburg erhalten haben ohne etwas dafür zu tun.

In Homburg wird darüber diskutiert, ob Schneidewind Ober·bürgermeister und Roth Bürgermeister bleiben sollen.

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Audio [SR.de, (c) SR, 08.02.2018, Länge: 01:43 Min.]
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Staatsanwaltschaft

Die Staats·anwaltschaft ist eine Behörde. Sie kennt sich gut mit den Gesetzen in Deutschland aus und arbeitet mit der Polizei zusammen. Ein Staats·anwalt prüft, ob jemand etwas Verbotenes getan hat. Man sagt dann: Der Staats·anwalt ermittelt.

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