Der Plenarsaal des Deutschen Bundestags in Berlin (Foto: dpa/Wolfgang Kumm)

Wie berichtet der SR über die Bundestagswahl?

  12.09.2017 | 12:24 Uhr

Der Saarländische Rundfunk wird über die Bundestagswahl am 24. September umfassend in all seinen Programmen berichten: Im Vorfeld, am Wahltag und in den Tagen nach der Wahl. Der Berichterstattung im Vorfeld der Wahl liegt eine journalistische Gesamtkonzeption zugrunde.

Hörfunk- und Fernsehprogramme, aber auch SR.de und SAARTEXT berichten über den Wahlkampf und die politischen Positionen der Parteien und Vereinigungen, die für die Bundestagswahl zugelassen sind. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf den Parteien und KandidatInnen, die auf den saarländischen Wahlkreis- und Landeslisten antreten. SR-Programmdirektor Lutz Semmelrogge sagte: "Der SR wird in seinen Programmangeboten ausführlich und facettenreich über den Wahlkampf und die Wahl selbst berichten. Wer sich im Saarland über Parteien, Kandidaten und Wahlthemen eine Meinung bilden möchte, findet in Fernsehen, Hörfunk und Telemedien des SR so umfassende Informationen wie sonst nirgendwo." 

Journalistisches Gesamtkonzept

Dabei lässt sich der Saarländische Rundfunk vom Grundsatz der so genannten abgestuften Chancengleichheit leiten, der auch den rechtlichen Rahmen für die Vorwahlberichterstattung bildet. Danach darf und soll die Berichterstattung über Parteien nach ihrer Bedeutung und ihren Chancen auf den Einzug ins Parlament unterschiedlich gewichtet werden. Dabei sind Momentaufnahmen der politischen Stimmung (so genannte „Sonntagsfragen“), wie sie sich aus repräsentativen Umfragen ergeben, ein Kriterium. Weitere Kriterien sind beispielsweise das Abschneiden der einzelnen Parteien bei den vergangenen Landtagswahlen sowie der Bundestagswahl 2013. Der Rahmen für die Berichterstattung wurde im Vorfeld von den unterschiedlichen Programmbereichen gemeinsam erarbeitet. 

Diskussionsrunde mit den Saar-Spitzenkandidaten

Zum Gesamtkonzept gehört die geplante 90-minütige Sendung „Endspurt – Spitzenkandidaten der Bundestagswahl diskutieren“ am Donnerstag, 14. September, 20.15 Uhr, im SR Fernsehen. Die Sendung wird moderiert von Norbert Klein und Roman Bonnaire. Die eingeladenen Politikerinnen und Politiker werden nicht nur zu ihren Wahlprogrammen befragt, sondern werden auch Stellung zu den wichtigsten Themen für die Saarländerinnen und Saarländer nehmen. Für die Entscheidung über die Teilnahme an der Diskussionsrunde dienen dem SR unter anderem auch repräsentative Umfragen anerkannter Forschungsinstitute als Grundlage. Danach werden aller Voraussicht nach CDU/CSU, SPD, Die Linke, Bündnis 90/Grüne, FDP und die AfD im nächsten Bundestag vertreten sein. Dementsprechend wurden auch die saarländischen Spitzenkandidaten dieser Parteien zur Diskussionsrunde eingeladen.

Interviews mit Spitzenkandidaten

Am Samstag, 16. September, werden um 19.15 Uhr die beiden Kontrahenten um den Einzug ins Kanzleramt im SR Fernsehen zu Wort kommen: Angela Merkel und Martin Schulz antworten auf die Fragen von Roman Bonnaire und Norbert Klein.

Das SR stellt außerdem gemeinsam mit Radio Bremen die „kleinen Parteien“  vor, die bundesweit antreten: In zwei 45-minütigen Doku-Reportagen zeigt "Das Erste" die bunte Welt der sogenannten „Sonstigen“ und bringt dem Zuschauer die Ideen und Ziele der Parteien und ihrer Kandidaten näher.

Ein weiteres Element ist eine Reihe von Interviews mit saarländischen Spitzenkandidaten im Hörfunk sowie im Internet. Sie stehen beispielhaft für eine Vielzahl von Sendungen und Angeboten innerhalb mehrerer Wochen der Vorwahlberichterstattung, in denen über den Wahlkampf, die angetretenen Parteien, deren Programme, deren Personaltableaus sowie über Spitzenkandidatinnen und -kandidaten berichtet wird. SR.de stellt in kurzen Steckbriefen alle Kandidaten und Kandidatinnen vor, die auf den Spitzenplätzen der Landeslisten sowie als Direktkandidaten der Wahlkreise antreten.

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