Achtung, Verboten: Ein Mann macht ein Selfie in der Wahlkabine (Foto: dpa/Carsten Rehder)

Selfies in der Wahlkabine verboten

  06.09.2017 | 16:34 Uhr

Manch einer hat den Drang, seine Wahlentscheidung per Foto aus der Wahlkabine mitzuteilen. Doch das ist bei der kommenden Bundestagswahl gesetzlich untersagt. Wer mit Kamera oder Smartphone bei der Stimmabgabe erwischt wird, der muss mit Konsequenzen rechnen.

In der Wahlkabine darf weder gefilmt, noch fotografiert werden. Für die Bundestagswahl am 24. September wurde die Bundeswahlordnung entsprechend geändert. „Ich rate auch dringend, sich daran zu halten. Es sichert die Geheimheit der Wahl, die geheime Stimmabgabe und wenn man das nicht tut, dann muss die Stimme zurückgewiesen werden", sagte Landeswahlleiterin Monika Zöllner am Mittwoch. "Dann darf ich meinen Stimmzettel nicht in die Urne einwerfen und das wäre fatal. Denn dann wäre ich vom Wahlrecht ausgeschlossen.“

Video [aktueller bericht, 06.09.2017, Länge: 1:56 Min.]
Selfies in der Wahlkabine verboten

Bei festgestellten Verstößen gegen das Verbot dürfen die Wahlvorstände den Wahlschein nicht annehmen. Sie können dem Betreffenden einen neuen aushändigen, wenn dieser das will. In der Vergangenheit war das Selfie aus der Wahlkabine durchaus üblich. Trumps Sohn Eric hatte bei der amerikanischen Präsidentenwahl ein Foto seiner Stimmabgabe auf Twitter veröffentlicht. Der frühere Kieler Innenminister Breitner hatte ein Foto seiner ausgefüllten Briefwahlunterlagen zur Landtagswahl bei Facebook gepostet.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 06.09.2017 berichtet.

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