Begeisterung bei der Wahlparty am Pariser Louvre, Erleichterung in den europäischen Nachbarländern. Emmanuel Macron hat die Präsidentschaftswahl in Frankreich für sich entschieden. Von seinem pro-europäischen Kurs könnte gerade die Grenzregion profitieren. Um die Vorhaben anzugehen, braucht er jedoch zunächst eine Mehrheit im Parlament.

Emmanuel Macron hat die Präsidentschaftswahl in Frankreich gewonnen. In einigen Gemeinden entlang der saarländisch-französischen Grenze holte jedoch die rechtspopulistische Kandidatin Marine Le Pen wie schon im ersten Wahlgang die meisten Stimmen. Bei den Franzosen, die im Saarland wählten, hatte Le Pen hingegen überhaupt keine Chance.

Frankreich hat Emmanuel Macron als neuen Staatspräsidenten gewählt. Der klare Sieg sorgte für deutliches Aufatmen bei den Pro-Europäern - aber nun beginnen die Fragen nach den Details, nach Programm und Inhalten des zukünftigen Präsidenten und über die Fragen nach dem Zustand der französischen Gesellschaft. Denn: ein Drittel für Le Pen, zwei Drittel dagegen - was bedeutet das konkret? Darüber hat Jochen Marmit mit dem Soziologen Professor Ulrich Bielefeld gesprochen, der lange in Frankreich gelebt hat und auch beratend beim Europarat in Straßburg tätig war.

Emmanuel Macron hat die Präsidentschaftswahl in Frankreich gewonnen. In der Stichwahl am Sonntag setzte er sich klar gegen die europafeindliche Kandidatin des Front National, Marine Le Pen durch. Politiker aus dem Saarland zeigten sich erleichtert.

Sowas gab es in Frankreich noch nicht: Ein Mann, den vor einem Jahr kaum einer kannte, setzt eine Bewegung in Marsch, an allen etablierten Parteien vorbei und wird Präsident von Frankreich: Emmanuel Macron hat das Undenkbare geschafft. Aber hat er es damit auch geschafft? Ein Kommentar zur französischen Präsidentschaftswahl von SR 3-Frankreichreporterin Lisa Huth.

Nach einem dramatischen Wahlkampf in Frankreich sorgt ein Hackerangriff für Aufregung. Unbekannte haben interne Dokumente des Kandidaten Macron im Netz veröffentlicht. Ein Teil der im Internet aufgetauchten Unterlagen ist möglicherweise gefälscht.

Die SR-Reporterin Anne-Christine Heckmann ist ehemalige Paris-Korrespondentin. Im Gespräch mit Johannes Kloth hat sie über die bevorstehende Präsidentschaftswahl in Frankreich am 7. Mai gesprochen. Problematisch seien sowohl die Nichtwähler als auch die nicht-entschlossenen Wähler. Dazu kommt, dass diese Wahl die Franzosen einfach nicht begeistert. Viele würden weder Macron noch Le Pen wählen wollen.

Der Ton war mehr als rau: Die französischen Präsidentschaftskandidaten Macron und Le Pen haben sich im TV-Duell einen hitzigen Schlagabtausch geliefert. Le Pen beschuldigte Macron, ein "Steigbügelhalter der Großkonzerne" zu sein. Macron stellte die Rechtspopulistin als "Protestkandidatin ohne eigene Agenda" dar.

Man kann über das TV-Duell viel Kritisches sagen: Geschenkt haben sich die beiden Kontrahenten, Le Pen und Macron, nichts. Es ging oft chaotisch zu und hagelte wüste Beschimpfungen - wirklich präsidial war das nicht. Fällt die Entscheidung jetzt leichter?

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