Lust auf die französische Küche - Filmtipps

Anja Geis   19.01.2016 | 12:42 Uhr

Kochen ist vieles - Leidenschaft, Handwerk, Therapie, Berufung– aber Kochen ist vor allem eines: Genuss! Und für Genuss steht gerade die französische Esskultur. Mit einer kleinen Auswahl an Filmen und Kochbüchern wollen wir Appetit auf die Genüsse der französischen Küche wecken – bon appétit!


Filmtipps


Kochen ist Chefsache (2012)

DVD-Cover: Kochen ist Chefsache (Foto: Filmverleih)


Komödie
Von Daniel Cohen mit Jean Reno und Michaël Youn

Der talentierte Jungkoch Jacky Bonnot (Michaël Youn) träumt vom großen Erfolg und einem eigenen Restaurant Die Realität sieht jedoch anders aus: Aufgrund seiner finanziellen Situation ist er gezwungen, praktisch jeden Job anzunehmen. Da kreuzt sein Weg den des berühmten 3-Sterne-Kochs Alexandre Lagarde (Jean Reno), der kurz davor steht, seine Sterne und sein Edelrestaurant zu verlieren, da ihm nicht nur die Ideen ausgehen, sondern der Finanzier des Restaurants auf die Molekularküche umsteigen möchte – ein Affront für Lagarde.


Chocolat (2000)

DVD-Cover: Chocolat (Foto: Filmverleih)


Von Lasse Hallström mit Johnny Depp, Juliette Binoche

Die geheimnisvoll schöne Viviane (Juliette Binoche) eröffnet in einem verschlafenen Städtchen in Frankreich eine Chocolaterie. Mit ihren köstlichen Pralinen und ihrer herzlichen, liebenswürdigen Art erweckt sie das öde Städtchen zu neuem Leben. Die Dorfbewohner sind ihr schnell zugetan bis auf den selbsternannten Sittenwächter der Stadt, Bürgermeister Comte de Reynaud. Die Aktivitäten der alleinerziehenden Mutter und ihrer Tochter sind ihm ein Dorn im Auge und er vesucht gegen sie zu intrigieren. Als Viviane sich dann noch mit einem der Zigeuner (Johnny Depp) einlässt, die sich am Rande der Stadt niedergelassen haben, nimmt die Geschichte eine dramatische Wende.

Lasse Hallström drehte diesen märchenhaften Film in Flavigny-sur-Ozerain in der Bourgogne, ein malerisches Städtchen mit verwinkelten Gässchen und mittelalterlichem Charme. Ein Abstecher in dieses - zu den schönsten Dörfern Frankreichs gekürten - Örtchen lohnt sich allemal. Eine Chocolaterie gibt es dort zwar nicht, aber in der alten Benediktiner-Abtei werden heute die berühmten Anis de Flavigny-Bonbons hergestellt.


Madame Mallory und der Duft von Curry (2014)

Filmplakat: Madame Mallory und der Duft von Curry (Foto: Filmverleih)


Von Lasse Hallström mit Helen Mirren, Manish Dayal und Om Puri

Lasse Hallström (Chocolat) hat die Bestseller-Vorlage „The Hundred-Foot Journey“ von Richard Morais um den Kultur- und Konkurrenzkampf zwischen einem traditionellen französischen und einem indischen Restaurant in einer kleinen Gemeinde Frankreichs märchenhaft komödiantisch umgesetzt.

Der Inder Papa Kadam (Om Puri) ist mit seiner Familie in einem kleinen französischen Ort gestrandet und will dort ein indisches Lokal eröffnen – direkt gegenüber dem prämierten Sterne-Restaurant von Madame Mallory (Helen Mirren).  Die Konkurrenz-Situation entwickelt sich schnell zu einem unerbittlichen Kleinkrieg zwischen Familie Kadam und der reservierten Madame Mallory. Zum Glück hat Papa Kadam einen Sohn, (Hassan Manish Dayal),  der der französischen Küche sehr zugetan ist und Madame Mallory einen weiblichen Sous-Chef (Charlotte Le Bon), die wiederum Hassan sehr zuhetan ist.


Babettes Fest (1987)

DVD-Cover: Babettes Fest (Foto: Filmverleih)


Von Gabriel Axel mit Stéphane Audran, Bodil Kjer, Birgitte Federspiel

An Jütlands rauer Küste kommt die französische Köchin Babette im 19. Jahrhundert ins Haus der Schwestern Martina (Brigitte Federspiel) und Philippa (Bodil Kjer). Babette reiht sich unauffällig in den geordneten, frommen Alltag, der in erster Linie geprägt ist von Enthaltsamkeit. Als sie im Lotto gewinnt, plant sie ein üppiges französisches Festmahl für den ganzen Ort – und erweckt mit ihren Kochkünsten nicht nur die kleine Gemeinde zu neuem Leben, sondern gibt auch das Geheimnis ihrer Herkunft preis.

Der Film nach einer Erzählung von Tania Blixen wurde 1988 mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet.


Julie & Julia (2009)

Filmplakat: Julie & Julia (Foto: Filmverleih)


Von Nora Ephron mit Meryl Streep und Amy Adams

Herzerwärmende Geschichte über eine Food-Bloggerin aus Queens (Amy Adams als Julie Powell), die den Kochbuch-Klassiker der berühmten Julia Child (Meryl Streep) zur französischen Küche entdeckt und alle Rezepte innerhalb eines Jahres nachkochen möchte. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Geschichten der beiden Frauen, ihre Liebe zum Kochen und zum Essen, die großartige Leistung der Darstellerinnen (vor allem Meryl Streep) und das Gespür von Nora Ephron für leisere Komik machen den Film sehenswert.  


Ratatouille (2007)

Filmplakat Ratatouille (Foto: Filmverleih)

Von Brad Bird

Der fröhliche Trickfilm um die kleine Ratte Remy, deren Traum es ist, Chefkoch in einem Pariser Nobelrestaurant zu werden, ist ein großer Spaß für Klein und Groß. Mithilfe des netten aber etwas uninspirierten Küchenjungen Linguini gelingt es Remy in einer wilden Wuselei durch die Gourmetküche am Ende das perfekte Ratatouille auf die Teller zu zaubern. Bei so viel Spaß, Spannung und Action vergisst man bisweilen, dass Remy ja eigentlich „nur“  eine Animation ist.

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