Albert Weisgerber - Selbstbildnis am Attersee, 1911 (Foto: Albert-Weisgerber-Stiftung St. Ingbert)

Pläne für Weisgerber-Denkmal in St. Ingbert

  05.06.2017 | 09:39 Uhr

An den Maler und Grafiker Albert Weisgerber soll in St. Ingbert künftig ein Denkmal erinnern. Dazu soll es einen Künstler-Wettbewerb geben. Der 1878 geborene Weisgerber gilt als einer berühmtesten Söhne St. Ingberts.

Wie das Denkmal aussehen wird, ist derzeit noch offen. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste solle es einen Wettbewerb geben, sagte St. Ingberts Oberbürgermeister, Hans Wagner, dem SR.

Das Kunstwerk soll dann in der Mitte des Verkehrskreisels stehen, den viele Autofahrer nutzen, wenn sie von der Autobahnabfahrt St. Ingbert-West über die Ensheimer Straße in die Innenstadt fahren. Die Kosten werden auf 50.000 Euro geschätzt. Das Kunstwerk soll bis zum Jahresende fertig sein.

Studium mit Klee und Kandinsky

Weisgerber-Rundgang durch St. Ingbert
Audio [SR3 Saarlandwelle, 01. 08.2016, Länge: 03:05 Min.]
Weisgerber-Rundgang durch St. Ingbert

Albert Weisgerber wurde am 21. April 1878 in St. Ingbert geboren. Obwohl er schon früh, im Alter von gerade einmal 16 Jahren St. Ingbert verließ, kehrte der Künstler regelmäßig in seine Heimatstadt zurück. Er kam aber auch viel herum in der Künstler-Welt seiner Zeit: In München und Paris studierte er gemeinsam mit Paul Klee und Wassily Kandinsky, in Paris lernte er Henri Matisse kennen. Er starb mit 37 Jahren als Soldat im Ersten Weltkrieg in Frankreich.

Sein wohl bekanntestes Bild ist sein Selbstporträt aus dem Jahre 1911, entstanden am Attersee. In St. Ingbert erinnert bereits ein Stadtspaziergang an den Künstler.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 05.06.2017 berichtet.

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