SR-Tatort: Geerdet, statt skurril

Hartmut Volle spielt im SR-Tatort KTU-CHef Horst Jordan. Simin und Holger erkklärt er, worum es in dem neuen SR-Tatort "Söhne und Väter" geht und welche Orte man im Film entdecken kann. Außerdem sprechen sie über Kritiken und was sie in ihm auslösen.

Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler: DDR zum Anfassen

Dem Sonderermittler Mahler werden übersinnliche Fähigkeiten nachgesagt. Die Volkspolizei beauftragt ihn, den Fall des seit Wochen verschwundenen, 6-jährigen Henry Kiefer zu klären, bevor diese Angelegenheit zu politischen Spannungen mit dem Westen führt. Doch dann bringt er etwas ans Licht, das diese Familientragödie erst recht politisch werden lässt…

Wannabe: Unter Druck

Die berühmten "15 minutes of fame" möchte auch Coco als YouTuberin in dem Film "Wannabe" für sich in Anspruch nehme. Warum das nicht ganz so gut funktioniert, erklärt Coco-Darstellerin Anna Suk. Regisseur Jannis Lenz zeigt in seinem Film auch, wie hart es hinter den Kulissen von YouTube und Co. für Jugendliche zugeht.

"Jahrgang mit großartigen Frauenrollen"

Auffallend viele Frauenrollen gibt es in den diesjährigen Wettbewerbsfilmen. Programmkurator Oliver Baumgarten ist darüber einerseits sehr glücklich. Andererseits fiel es den Festivalmachern auch deswegen etwas schwer, geeignete männliche Schauspieler zu finden, die sie für den besten Nachwuchsdarsteller nominiern konnten. Außerdem erklärt er, nach welchen Kriterien, die Schauspieler für die Nominierung ausgewählt werden und warum so wenige saarländische Produktionen im Wettbewerb laufen.

Die Körper der Astronauten: Körperlichkeit entdecken

Was passiert mit unserem Körper in verschiedenen Lebenssituationen? Dieser Frage geht Alisa Berger in ihrem Film "Die Körper der Astronauten" nach. Zita Aretz spielt darin die Rolle der Linda, die ihre Körperlichkeit nach und nach entdeckt und für ihr Spiel als beste Nachwuchsdarstellerin nominiert wurde.

Als Paul übers Meer kam: Geschichte einer Flucht

Eigentich war es vollkommener Zufall, dass Dokumentarfilmer Jakob Preuss und Paul sich über den Weg getroffen haben. Beide waren aus ganz unterschiedlichen Gründen an der marokkanischen Grenze: Jakob, weil er auf der Suche, Paul, weil er auf der Flucht war. Über ihre Erfahrungen erzählen sie Simin in der Lounge.

Was ich dir noch sagen wollte: Eigentlich Stoff für einen Langfilm

Der beste Freund stirbt plötzlich und unerwartet. Fragen und unausgesprochene Wort bleiben übrig. Hans Henschels mittellanger Film "Was ich dir noch sagen wollte" basiert auf autobiografischen Erlebnissen. Auch die Beziehung zu seinem Bruder spielt eine Rolle, weswegen der Arbeitstitel bis kurz vor Fertigstellung des Films "Brüder" hieß.

"Ein Film muss mich überraschen"

Arpad Bondy ist Produzent, Komponist, Autor, Regisseur, Filmeditor und Sounddesigner - außerdem ist er Mitglied der diesjährigen Dokumentarfilmjury. Welche Kriterien ein Film erfüllen muss, damit er ihn auszeichnungsfähig findet, erklärt er Simin und Holger in der SR Lounge.

Siebzehn: Zwischen Sehnsucht und Erfüllung

Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven wollte Regisseurin Monja Art in ihrem Film "Siebzehn" über Jugendliche erzählen. Das zugrundeliegende Thema ist dabei die Sehnsucht. "Oft stirbt die Sehnsucht an der Schwelle zur Erfüllung", sagt sie. Wichtig war ihr deswegen, gewisse Dinge nicht passieren zu lassen. Der Hauptdarstellerin Elisabeth Wabitsch, die zum Zeitpunkt des Drehs selbst 17 war, kam das ganz gelegen, denn diese Sehnsüchte waren ihr damals nicht unbekannt.

Wann endlich küsst du mich?: Eigentlich ein Arbeitstitel

Um Mutter-Tochter-Verhältnisse geht es in Julia Zisches Langfilm "Wann endlich küsst du mich" - vor allem um Missverständnisse und Schuldgefühle. Zische war es dabei wichtig, ihren Film weder als Drama, noch als Komödie zu gestalten, sondern auf die Zwischentöne zu achten. Schließlich gebe es diese auch im normalen Leben.

Hikikomori: Leben in der Isolation

Ninos einziger Kontakt zur Außenwelt sind Linsen - ansonsten kapselt er sich vollkommen von der Gesellschaft ab und lebt isoliert in seiner Wohnung. Probleme, die er hat, muss er mit sich selbst austragen. Selbsthass und emotionale Ausbrüche sind die Folge.

Die Reste meines Lebens: Heiter bis fröhlich

Muss ein Film über Trauerbewältigung automatisch traurig sein? NIcht unbedingt, sagt "Die Reste meines Lebens"-Regisseur Jens Wischniewski. Ähnlich wie im Film ging es auch bei den Dreharbeiten eher heiter zu, erzählt Darsteller Christoph Letkowski, für den die Produktion ein "Herzfilm" war. Ein sympathisches Team!

Die Migrantigen: Mit Klischees aufräumen

Eigentlich sind Benny und Marko, Migrantenkinder der zweiten Generation, perfekt intergriert. Gewisse Umstände allerdings lassen sie zu dem werden, was Teile der Gesellschaft von ihnen erwarten: Klischeebehaftete, kleinkriminelle Ausländer. Regisseur Arman T. Riahi wollte dem Zuschauer bewusst den Spiegel vorhalten und mit "Die Migrantigen" unter anderem mit den Medien abrechnen.

Straßenkaiser: Ein Film über Generationen

Aus ganz unterschiedlichen Gründen sind Samuel und der kleine Noah beim Karneval der Kulturen in Berlin. Aus einer zufälligen Bekanntschaft wird eine tiefergehende Verbindung, denn Noah findet in Samuel jemanden, zu dem er aufblicken kann, erzählt Regisseur Florian Peters.

Marija: Eine Frage der Moral

M ichael Kochs Langfilmdebüt "Marija" hat es in die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis geschafft. In der Nordstadt - einem berüchtigten Viertel Dortmunds, in dem Menschen aus 130 Nationen zusammenleben - erzählt er die Geschichte der Reinigungskraft Marija, die sich ständig in einer moralischen Zwickmühle befindet - und am Ende einen hohen Preis bezahlt.

Liebes ich: Ein Brief an sich selbst

Die Aufgabe, die Luise Makarov den Berlinern gestellt hat: Sie sollten sich selbst einen Brief schreiben, Makarov beobachtete sie für ihnen Dokumentarfilm "Liebes ich", während sie sich den Brief noch einmal vorlasen. In dem Brief sollten Wünsche an das eigene Leben formuliert werden. Die Erfahrungen die sie und die Briefeschreiber während des Drehs gemacht haben, waren zum Teil hoch emotional.

Zaunkönig: Tagebuch einer Freundschaft

Martin ist vor zwölf Jahren an Drogen gestorben. Ivo Zen hat seinen Dokumentarfilm "Zaunkönig" Martin gewidmet, mit dem ihm eine jahrelange Freundschaft verbindet. Aber nicht nur das: Martin war auch Darsteller in einem von Zens ersten Filmen. Aus dieser Zeit stammen auch Aufnahemn von Martin, die in "Zaunkönig" verwendet werden. Auch seine akribisch geführten Tagebücher spielen eine wichtige Rolle in dem Film.

PIX: Ein bewegtes Fotoalbum

Sophie Linnenbaum dokumentiert in ihrem Kurzfilm "PIX" ein Leben in Bildern. Foto an Foto - von der Liege bis zur Bahre. Sind unsere Leben austauschbar, wenn man Bilder der jeweiligen Höhepunkte aneinanderreiht?

Einmal bitte alles: Kein Labrador, kein Haus

Isi ist auf der Suche. Alle um sie herum finden nach und nach sich selbst, einen guten Job, einen Freund. Nur Isi nicht. Helena Hufnagel zeigt in "Einmal bitte alles" einen Abschnitt im Leben einer jungen Frau, der vielen Zuschauern nicht unbekannt sein dürfte. Vergeudet man Zeit, indem man sich gewährt, sich selbst zu finden?

Die Liebhaberin: Skurrile Nachbarschaften

"Die Liebhaberin" erzählt die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach Orientierung. Regisseur Lukas Rinner lässt seine Story in einem Vorort von Buenos Aires spielen, in dem die Gegensätze nicht unterschiedlicher sein könnten: Eine wohlsituierte, umzäunt und bewacht wohnende Gesellschaft "genießt" die Nachbarschaft eines Nudistenclubs. Keine frei erfundene Geschichte.

Der Sieg der Barmherzigkeit: Wiederholungstäter beim MOP

Entspannt war der Dreh zu Albert Meisls mittellangem Film "Der Sieg der Barmherzigkeit". Das lag vor allem daran, dass man mit "Freunden vor und hinter der Kamera" gearbeitet habe. Die beiden Hauptfiguren könnten aufmerksamen Festivalgängern bekannt vorkommen.

Find fix finish: Wer beobachtet uns?

Das Besondere an dem Kurzfilm "Find fix finish" von Sylvain Cruiziat und Mila Zhluktenko: Er ist komplett aus der Vogelperspektive gedreht. Als "Gottesperspektive" bezeichnet Zhluktenko die Aufnahmen, die die beiden Filmemacher selbst mit einer Drohne gefilmt haben. Aus dem Off hört man Interviews mit Drohnenpiloten, die über ihre Arbeit erzählen, wie sie Zielpersonen oft monatelang unbemerkt beobachten. Mit nur einem Ziel...

Skizzen von Lou: Auf der Suche

Liebe, Freiheit und Glück - danach sehnt sich der Hauptcharakter in Lisa Blatters Erstlingswerk "Skizzen von Lou". Dabei steht sie sich selbst durch ihre Unruhe und innere Getriebenheit im Weg, wie Liliane Amuat erklärt, die die Lou verkörpert. Auffallend: Das Motiv "Wasser" taucht immer wieder im Film auf. Warum das so ist erklären die beiden Simin und Holger.

Club Europa: Wie weit geht Moral?

Regisseurin Franziska Hoenisch möchte mit ihrem Langfilm "Club Europa" bewirken, dass der Zuschauer mit sich selbst in ein Streitgesrpäch tritt und sich hinterfragt. Sylvaine Faligant spielt die Hauptrolle in dem Film, in dem eine WG einen Flüchtling aufnimmt. Stehen die Bewohner anfänglich noch geschlossen hinter der Entscheidung, ändert sich das, als Samuels Asylantrag abgelehnt wird.

Königin von Niendorf: Ein Film für jedes Alter

Die Geschichte von "Königin von Niendorf" hat Regisseurin Joya Thome Lisa Moell auf den Leib geschrieben. Aber nicht nur das: Auch während des Drehs hatte Hauptdarstellerin Lisa ziemlich viele Freiheiten, um ihre Rolle zu perfektionieren. "Richtig cool" fand sie das. Auch die anderen Kinderdarsteller überzeugen, dank eines aufwendigen Castings.

Konstruktion: Wirkungsvolle visuelle Effekte

Helena Lukas kreiert in ihrem mittellangen Film "Konstruktion" eine virtuelle Realität in der nahen Zukunft. Hauptdarsteller Jacob Matschenz erschafft sich darin als technik- und arbeitsgetriebener Architekt ein virtuelles Abbild seiner Freundin Jenni. Eine Herausforderung für das gesamte Team: Die aufwendigen visuellen Effekte.

Rakete Perelman: Gleiche Ziele, aber kompliziert

Oliver Alaluukas und Johannes Rothe stellen in ihrem Film "Rakete Perelman" eine Künstlerkommune im brandenburgischen Nirgendwo vor, deren Mitglieder die Schnauze voll haben von der Gesellschaft. Anstatt aber ihren Traum von Unabhängikeit zu leben, versumpfen sie nach und nach in der Spießigkeit und erkennen, dass das Zusammenleben so vieler verschiedener Charaktere doch nicht das Gelbe vom Ei ist.

La femme et le TGV: Wahrheit und ein bisschen Fantasie

Timo von Gunten hat mitten im Festivaltreiben ein Anruf aus L.A. ereilt. Einer der Produzenten von "La femme et le TGV" teilte ihm mit, dass sein Film für den Oskar nominiert ist. Überglücklich saß er danach bei Simin und Holger in der SR Lounge und erzählte über seinen Film, der die Geschichte einer Frau erzählt der nach 40 Jahren ein tägliches Ritual genommen wird.

"Last von den Schultern gefallen"

Neue Techniken, gestraffte Nebenreihen, neue Location für Lolas Bistro - theoretisch ist die 38. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis gut durchgeplant. Aber ist Festivalleiterin Svenja Böttger zufrieden mit dem bisherigen Verlauf?

Er Sie Ich: "Film hat viel mit mir gemacht"

In ihrem Dokumentarfilm "Er Sie Ich" konfrontiert Carlotta Kittel ihre Eltern per Videointerviews mit ihrer Vergangenheit. Denn: Die Eltern hatten keinen Kontakt mehr, seitdem Carlottas Mutter schwanger war und sich für das Kind entschied. Welche Auswirkungen der Film auf ihre Eltern, aber auch auf Carlotta selbst hat, erzählt die junge Regisseurin im Gespräch mit Simin und Holger.

Bilder vom Flo: Rekonstruktion eines Lebens

Ein sehr komplexes und emotionales Thema erzählt Regisseur Julian Vogel in seinem Dokumentarfilm "Bilder vom Flo". Flo - ehemaliger Schüler an der Odenwaldschule - geriet viele Jahre, nachdem er einen Leserbrief an eine Zeitung geschrieben hatte, in einen Konflikt, an dem er schlussendlich zerbrach. Anhand von Dias und alten Tonaufnahmen begeben sich Vogel und Flos Sohn Max auf Spurensuche in die Vergangenheit.

Sühnhaus: Auf den Spuren der Vergangenheit

Das Sühnhaus am Schottenring 7 in Wien ist eine berüchtigte Adresse mit einer bewegten Vergangenheit. Liegt auf dem Haus ein Fluch? Maya McKechneay begibt sich in ihrem gleichnamigen Dokumentarfilm auf eine akribische Spurensuche nach den Hintergründen des Wiener Hauses.

Gaza Surf Club: Zwischen Krieg und Paradies

Der Gazastreifen steht für Elend und Zerstörung. Dass es an diesem Ort auch Menschen gibt, die mitten im Kriegsgebiet ihrem Hobby - dem Surfen - nachgehen, ist für viele nur schwer vorstellbar. Und trotzdem gibt es sie. Obwohl sie mit vielen Hürden und Problemen zu kämpfen haben, lassen sie sich ihre Leidenschaft nicht nehmen. Philip Gnadt zeigt in seinem Dokumentarfilm das Leben des "Gaza Surf Club" und wie ein Traum in Erfüllung geht.

Überlick

Rund um Ophüls 2017

Mit ihrem Debütfilm "Siebzehn" hat Monja Art den Max Ophüls Preis 2017 gewonnen. Alles über die 38. Ausgabe des Fimfestivals gibt es hier.