Fremde: Fortsetzung folgt?

Regisseur Tim Dünschede und Drehbuchautor Marc Vogel haben mit "Fremde" einen eher düsteren Film gedreht. Dahinter steckt unter anderem die Frage, wie man mit Ängsten umgeht. Vogel war es dabei wichtig, nicht nur schwarz-weiß-, sondern auch Grautöne zu zeigen. Eine Fortsetzung des mittellangen Films schließen die Beiden nicht aus.

Gutland: "Die Grenzen sind fließend"

Selbst in der Provinz aufgewachsen, lässt Regisseur Govinda Van Maele auch seinen Wettbewerbsfilm 'Gutland' in einem luxemburgischen Dorf spielen. Wie viel von ihm selbst in seinem Film steckt, kann er nicht genau sagen. Frederick Lau spielt darin einen Deutschen auf der Flucht, der untertauchen will. Warum Luxemburger so gerne im eigenen Land drehen, erklärt Van Maele im Gespräch mit Simin und Holger.

Cops: "Mikrokosmos mit Potenzial"

In dem Spielfilm 'Cops' geht es um einen Polizisten, der aus Notwehr einen Menschen erschießt. Anfangs noch von den Kollegen gefeiert, quält ihn nach und nach sein Gewissen. Regisseur Stefan A. Lukacs erklärt, weshalb er den Blick in die Psyche eines Polizisten als Thema seines Films gewählt hat. Mit dabei in der Lounge sind die nominierte Darstellerin Anna Suk und Anton Noori, die über ihre Rollen sprechen.

Jury: "Freuen uns über das breite Spektrum"

Gut 24 Stunden vor der Preisverleihung steht für die Jury noch nicht fest, wer am Samstag den Hauptpreis für den besten Spielfilm erhält. Bis dahin wird es noch viele Diskussionen und Gespräche zwischen den Mitgliedern geben. Andrew Bird und Christian Schwochow geben Einblicke in ihre Arbeit.

Bruder Jakob: "Wieder zueinander finden"

Stefan, David und Johannes Bohun sprechen mit Simin und Holger über den Freitod ihres Bruders, den sie filmisch verarbeitet haben. Der Film zeigt nicht nur das Leben von Bruder Jakob. Vor allem sieht man, wie die Brüder zusammen finden und viel über die Vergangenheit ihres verstorbenen Bruders lernen.

Hagazussa: "Atmosphärisch und hypnotisch"

Am Anfang steht die Frage: Um welches Genre handelt es sich bei Lukas Feigelfelds Spielfilm "Hagazussa"? Ein Mix aus Horror, Arthouse und auch ein bisschen Märchen, sagt der Regisseur. Die Geschichte hinterlässt bei Simin und Holger ein Fragezeichen. Genau das wollte Feigelfeld erreichen.

IOX: "Dystopie statt Utopie"

München im Jahr 2030: Die Regisseurin des mittellangen Films 'IOX', Gwendolin Stolz, wagt einen Blick in die Zukunft. Spinnerei oder aber: Wie nah ist diese Zukunft eigentlich schon?

Endling: "Die Vergangenheit bleibt"

Ende dieses Jahres geht mit der Schließung der letzten Zeche im Pott die Bergbau-Ära in Deutschland zu Ende. Regisseur Alex Schaad erzählt in seinem Film die Geschichte von "Armin", gespielt von Bernd Grawert, einem Bergmann, der vor einer ungewissen Zukunft steht. Aber nicht nur für Armin, sondern für die ganze Kultur im Ruhrgebiet hat das Bergbauende Auswirkungen. Gedreht wurde übrigens im Saarland.

Oliver Baumgarten: "Programm darf anspruchsvoll sein"

Die Premieren sind alle reibungslos über die Bühne gegangen, aber so ganz will der Druck vom Programmverantwortlichen, Oliver Baumgarten, noch nicht abfallen. Mit der bisherigen Resonanz der Zuschauer auf das Festival ist er aber dennoch zufrieden.

Reise nach Jerusalem: "Auf der Suche"

Gut ausgebildet und dennoch chancenlos: Eva Löbau verkörpert in der Tragikomödie von Regisseurin Lucia Chiarla "Alice", die ihren Platz im Leben derzeit nicht finden kann. Trotz aller Tragik des Themas war es Chiarla dabei wichtig, auch Situationen einzubringen, in denen man lachen kann. Denn so ist das Leben.

Erich und Schmitte: "Das Leben geht immer weiter"

Zwei Senioren-Schwimmer wollen es noch einmal wissen und trainieren für einen Schwimmwettbewerb. Der Regisseur der Doku, Stefan Eisenburger, verstarb während der Dreharbeiten bei einem Badeunfall. Hannah Dörr, Carina Mergens und Janina Jung haben den Film zu Ende geführt und erklären, wie sie dabei vorgegangen sind.

Axel der Held:"Den Geschmack am Leben finden"

Axel ist nicht der Hellste, hat Schulden und wird rumgeschubbst. Regisseur Hendrik Hölzemann erklärt, welche Entwicklung seine Hauptfigur nimmt und was seinen Film zu einem Märchen macht.

Kindsein: "Die Magie des Alltags"

Regisseurin Lilian Nix hat für ihre Doku "Kindsein, ich sehe was, was du nicht siehst" vier Kinder auf vier Kontinenten mit ihrer Kamera begleitet. Dabei hat sie ganz unterschiedliche Lebensumstände kennengelernt und zeigt, dass Reichtum nicht immer materiell begründet sein muss.

Goliath: "Redet miteinander!"

Ein Mann zu sein ist nicht immer ganz leicht. Regisseur Dominik Locher erzählt in "Goliath" die Geschichte von David - einem Mann, der auf der Suche ist. Nach Balance, nach sich selbst. José Barros übernimmt darin die Rolle eben jenes Davids und erklärt, warum klare Kommunikation so elementar ist.

Mein ist die Rache: Hinterfragen von Werten

Keine Gewinner, keine Verlierer: Regisseur des Kurzfilms Antoine Dengler und Drehbuchautorin Regina Dietl erklären, dass es darin nicht nur um die kirchlichen, sondern um generelle Strukturen geht, die es zu hinterfragen gilt. Dengler und auch der Produzent des Films, Hannes Höhn, sind übrigens nicht das erste Mal auf dem Festival vertreten.

Bester Mann: "Perfide Freundschaft"

Kevin ist ein Loser, Selbstvertrauen ist ein Fremdwort für ihn. Per Zufall lernt er Benny kennen, der das krasse Gegenteil von ihm selbst ist. Eine verhängnisvolle Freundschaft beginnt. Regisseur des mittellangen Films Florian Forsch erklärt, dass der Film auf wahren Begebenheiten beruht und die Darsteller Adrian Grünewald und Frederik Schmid geben Einblicke in ihre jeweilige Rolle.

Sophie Linnenbaum: Eine Wiederholungstäterin

Mit gleich zwei Kurzfilmen ist Sophie Linnenbaum beim diesjährigen Festival vertreten. "Kugelmenschen" läuft im Wettbewerb, "Rien ne va plus" in der Shortlist. Auch im vergangenen Jahr hatte sie einen Kurzfilm im Wettbewerb laufen. Was wohl ihre Küche mit der Ideenfindung für ihre Filme zu tun hat?

Jenseits des Spiegels: Thriller mit Horrorfunktion

Mit "Jenseits des Spiegelsl" hat es ein waschechter Psychothriller in den Langfilmwettbewerb geschafft. Bei Simin und Holger hat er genau das ausgelöst, was Regisseur Jens Loof und Hauptdarstellerin Julia Hartmann erreichen wollten: Grusel.

Dieter not unhappy: "Realismus und Liebe"

Was ist eigentlich mit Dieter los? Er ist nicht unglücklich, aber so richtig glücklich nun auch wieder nicht. Als Hauptdarsteller konnte Regisseur Christian Schäfer Christop M. Ohrt gewinnen, der offenbar sehr überzeugt von dem Drehbuch zu "Dieter not unhappy" war. Darsteller Francois Goeske übernimmt darin die Rolle, Dieter aus der Reserve zu locken.

Entschuldigung, ich suche...: Von Kleinigkeiten und Elefanten

Der komplette - und in dieser Ausgabe des MOP wohl außergewöhnlichste - Titel des Kurzfilms lautet: "Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin". Regie dabei führte Bernhard Wenger, der mit seinem Film erzählt, wozu ein eigentlich simpler Streit führen kann.

Blue my mind: "Realistisch, aber dennoch sinnlich"

"Welche Geschichte würdest du erzählen, wenn es nicht dein erster, sondern dein letzter Film wäre?", so die Frage des Ehemanns von Regisseurin Lisa Brühlmann. Und damit stand die Idee zu "Blue my mind", verrät sie im Gespräch mit Simin und Holger. Zoe Pastelle übernimmt in dem Film eine Nebenrolle, mit der sie sich von Beginn an identifizieren konnte.

Death is so permanent: "Erinnerungen nähern"

Ein Film im Film im Film und unendlich viele Väter. Verwirrt? Kein Problem: Der Regisseur des mittellangen Wettbewerbsbeitrags "Death is so permanent", Moritz S. Binder, klärt persönlich über seinen Film auf. Unterstützung bei der Umsetzung seiner Idee bekam er übrigens unter anderem von Ehrenpreisträgerin Doris Dörrie.

La Ruche: Made in Saarland

Schnelle Autos, Waffen, Gängsterbräute und das in Völklingen, Neunkirchen und Saarbrücken - der Kurzfilm "La Ruche" von Oona von Maydell wurde im Saarland gedreht und ist auch der einzige saarländische Wettbewerbsbeitrag. Mitgebracht hat sie Schauspielerin Gina Henkel.

Landrauschen: "Dekonstruktion des Heimatfilms"

Mit Lisa Miller (Regie), Kathrin Wolf und Nadine Sauter hat ein Teil des Teams von "Landrauschen" den Weg in die Lounge gefunden. Darin geht es um Liebe und Freundschaft, um die Unterschiede zwischen Stadt- und Landleben und um die eigene Identität.

Luna Wedler: "Ich war Mia"

In "Blue my mind" übernimmt die 18-jährige Luna Wedler die Rolle der Mia, die sich in eine Meerjungfrau verwandelt. Warum Mia gar nicht mal so weit von ihr selbst entfernt ist, hat sie Simin und Holger verraten.

1000 Arten, Regen zu beschreiben: "Perspektive der Familie eingenommen"

Ein Film, in dem man die Hauptperson nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommt. Regisseurin Isa Prahl erzählt, dass "Mike" sehr wohl mal vorgesehen war, warum sie sich aber dagegen entschieden hat, ihn zu zeigen. Welche Gefühle die Rolle des Vaters in dem Film hatte, erklärt Darsteller Bjarne Mädel.

Just drifting along: "Leben wie durch einen Fernseher"

Kifferparty mit Leiche - so die kurze Zusammenfassung von "Just drifting along". Regisseur Jan Frers und Darsteller Martin Geisen, wie sie auf die Idee zu dem Film kamen und warum es sich dabei eigentlich um ein Drama handelt.

Vakuum: Die Fallhöhe eines Lebens

Fünf Wochen im Leben einer langjährigen Ehe. Fünf Wochen, in denen sich im Leben von Meredith und André alles ändert. Denn Meredith ist HIV-positiv. Überträger ist ihr Mann André, der sie jahrelang mit Prostituierten betrogen hat. Regisseurin Christine Repond und Hauptdarstellerin Barbara Auer erzählen im Interview mit Simin und Holger, was sie zu dem Film inspiriert hat und wie die Vorbereitungen zu den Dreharbeiten organisiert waren.

"Ein Film muss uns umhauen"

Fast 900 Filme sind für diese Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis eingereicht worden, 62 haben es schießlich in die Wettbewerbe geschafft. Programmleiter Oliver Baumgarten erzählt, wie er bei all den Einreichungen den Überblick behält und worauf sich Zuschauer in diesem Jahr freuen können.

"Freue mich, dass sich alles mit Leben füllt"

Den Eröffnungsabend hat das Team um Festivalleiterin Svenja Böttger erfolgreich gemeistert, jetzt liegt eine spannende Woche vor allen. Welche Neuerungen es dieses Jahr gibt und worauf man sich freuen kann, erzählt Svenja Böttger im Gespräch mit Simin und Holger.

Germania: Kontrovers diskutiert

Lion Bischof ist Regisseur der Dokumentation "Germania". Darin geht es um eine Studentenverbindung. Beim Publikum in Saarbrücken hat er für Diskussionen gesorgt. Klar ist: Schwarz und weiß gibt es - wie so häufig - auch in Burschenschaften nicht, obwohl der Film durchaus mit bekannten Klischees spielt. Ganz einfach war es für den Regisseur aber nicht, im geschlossenen Kreis der Verbindung zu drehen.

Alles zum Festival

Rund um Ophüls 2018

Die großen Abräumer der 39. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis: "Landrauschen" und "Cops", die jeweils mit drei der begehrten Trophäen ausgezeichnet wurden. Alle Infos zum Festival gibt's hier.