Zaubermuseum im Dreiländereck (Foto: SR)

Tour de Kultur: Zaubermuseum im Dreiländereck

Der Magier Mann Peter verblüfft mit seinem Tricks. Mit dem „Musée des Illusions“ in Beyren-lès-Sierck hat er sich sein eigenes Zaubermuseum geschaffen und gewährt einen Blick hinter die Zauberkulissen.

Knapp 600 Einwohner, eine Hauptstraße und eine kleine Kirche im Zentrum – das ist Beyren. Reporterin Julia Leiendecker hat hier schnell den Überblick:

„Also besonders groß ist Beyren tatsächlich nicht, aber das hat den Vorteil, dass man das „Musée des illusions“ problemlos findet. Drinnen warten etwa 300 Exponate auf die Besucher und eines kann ich ihnen versichern – wenn sich hier am Wochenende die Pforten öffnen – dann ist hier die Hölle los.“

Video [Wir im Saarland - Grenzenlos, 06.03.2017, Länge: 4:38 Min.]
Tour de Kultur: Zaubermuseum im Dreiländereck

Optische und Physikalische Phänomene

Mitmachen, anfassen, selbst ausprobieren – das kommt gut an beim vorwiegend jungen Publikum im Illusionsmuseum. Tatsächlich geht es bei den Exponaten im Eingangsbereich weniger um Magie, als um optische und andere physikalische Phänomene. Zauberkünstler „Mann Peter“ erklärt seinen Besuchern genau, wie die Dinge funktionieren. Einziger Haken – er spricht ausschließlich französisch. Zum Glück versteht man vieles auch so.

Schon immer von der Zauberei begeistert

Im Gespräch erfährt Julia Leiendecker mehr über den Zauberkünstler:

„Woher kommt eigentlich der Name „Mann Peter“?“ „Von meinem Familiennamen Petermann, ich habe ihn in zwei Teile zerlegt und zu meinem Künstlernamen gemacht.“ „Und wann haben sie als Zauberer angefangen?“ „Mit 16 Jahren hatte ich meine erste Show, meine erste Bühne mit 20. Ich mache das seit 40 Jahren.“

„Woher kommt ihre Begeisterung für die Magie?“

„Mich fasziniert, dass man Sachen machen kann, die normalerweise nicht gehen. Angefangen hat es mit meinem Grundschullehrer, der auf seinem Pult Experimente vorgemacht hat, einfache Sachen wie Kalkwasser ausfällen, dass es weiß wird - ein echter Alchimist. Und dann habe ich die Zaubersendungen im Fernsehen gesehen – und da wollte ich Magier werden.“

„Und jetzt haben sie sogar ihr eigenes Museum – wann haben sie das gegründet?“

„Das Museum ist entstanden, als wir hierher gezogen sind ins Geburtshaus meiner Frau. Das war früher ein Bauernhof und hier befand sich der Stall. Ich wollte eigentlich zuerst nur einen Vorführraum haben, dachte aber, dass das in dem kleinen Ort hier nicht reicht. Und da ich auch im naturwissenschaftlichen Bereich tätig bin, habe ich die Hälfte des Museums physikalischen Phänomenen gewidmet.“

Es wird magisch...

Die andere Hälfte des Museums beschäftigt sich mit Magie. Und auch an Reporterin Julia Leiendecker wird gezaubert. Ihr ist nicht ganz wohl bei der Nummer. Dann ist Showtime – wenn genug Besucher beisammen sind, beginnt Mann Peter mit seiner Zaubervorstellung. Zugegeben, es sind nicht die brandneuen Tricks, die er auf die Bühne bringt - aber die Kinder sind begeistert. Und hin und wieder fragen sich nicht nur sie: wie hat er das jetzt gemacht? Natürlich verrät Mann Peter seine Tricks nicht:

„Das wichtigste ist, wie man die Dinge rüberbringt. Ein bisschen Komödie gehört einfach dazu. Ich habe noch nie gesehen, dass zwei Zauberer denselben Trick auf dieselbe Art vorgeführt haben. Jeder hat seinen eigenen Stil, das ist das wichtigste.“

… und entwickelt sich weiter

Der Magier probiert immer wieder neue Dinge aus: „Das sind bei mir immer so Phasen, manchmal arbeite ich an 5 oder 6 neuen Kunststücken gleichzeitig – und dann kommen sie auf die Bühne. Zurzeit habe ich 2 neue Sachen am Laufen.“ Zum Abschluss zaubert auch Julia Leiendecker – wenn auch mit technischer Hilfe: „Ja heute ist die Verabschiedung natürlich klar. So schnell bin ich noch nie nach Hause gekommen, denn das funktioniert hier ganz von selber – einfach magisch.“

Adresse:

Musée des Illusions
Gilles Petermann

65 rue des Joncs
57570 BEYREN LES SIERCK
06 68 21 94 47
Internet: musee-des-illusions.skynetblogs.be

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