Karibus im Muncho Lake Park (Foto: Karl Teuschl)

Reisen in ferne Welten - Alaska Highway

Pionierroute in die Wildnis

Karl Teuschl  

Der Alaska Highway ist eine der Abenteuer-Routen dieser Welt. Auf einer Strecke von 2400 Kilometer führt er durch die USA, Kanada bis nach Alaska. Durch atemberaubende Landschaften und geschichtsträchtige Orte.

Sendung: Donnerstag 04.01.2018 18.15 Uhr

Noch heute, rund 75 Jahre nach seinem Bau, ist der Alaska Highway die einzige Straßenverbindung nach Alaska. In nur sieben Monaten wurde die Wildnisstraße durch den hohen Norden Nordamerikas im Sommer 1942 vom US-Militär gebaut. Damals eine 2400 Kilometer lange Piste durch unendliche Sümpfe und über noch namenlose Bergketten der nördlichen Rocky Mountains. Auf dem Highway sollte im Zweiten Weltkrieg Nachschub nach Alaska gebracht werden, um einen Angriff der Japaner abzuwehren.

            Heute hat sich die legendäre Fernstraße zu einer Route für Trucker und Touristen gewandelt, ist durchgehend geteert, gut ausgebaut und begradigt. Aber sie lädt immer noch eine Reise durch die Wildnis, denn ringsum gibt es für Hunderte Kilometer kein Haus und keine andere Straße. Und auch entlang des Highway selbst gibt es oft nur alle 70 oder 100 Kilometer eine Tankstelle oder eine Lodge.

Impressionen vom Alaska Highway

Von seinem offiziellen Startpunkt in Dawson Creek führt der Alaska Highway zuerst durch die einsamen Ausläufer der Rocky Mountains in British Columbia und dann durch den Yukon immer weiter nach Nordwesten bis Alaska. Trotz des Namens verläuft die legendäre Fernstraße nämlich zum größten Teil durch Kanada – nur das Ziel heißt Alaska.

Großartige Naturlandschaften umrahmen den Highway, bis heute weitgehend unberührt. Die nördlichen Rocky Mountains sind die Heimat von Elchen und Karibus, Bergschafen und Wölfen. Nur 30000 Menschen leben heute hier in einer Region so groß wie Deutschland. Auch der höchste Berg Kanadas, der 5959 Meter hohe Mount Logan, liegt am Weg. Seine gewaltigen Gletscher sind das Ziel von Buschpiloten, die hier sogar auf Skiern landen können.

 Aber es sind nicht nur große Panoramen, sondern auch Details und Hintergründe, die die Highwayfahrt zur spannenden Reise werden lassen: Im Yukon Territory bei Whitehorse kreuzt die alte Route der Goldgräber auf dem Weg zum Klondike den Highway. Dort arbeitete einst Jack London auf dem Fluss als Lotse. In Watson Lake steht noch der Flugzeughangar aus dem Zweiten Weltkrieg, über den damals Bomber über die Beringstraße zur russischen Front nach Europa geflogen wurden. An diese Luftbrücke, mit ein Grund für den Bau des Alaska Highway, erinnert heute ein großes Denkmal in Fairbanks, Alaska.

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