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Im kulturspiegel geht es diese Woche um Lisa Marie Schmitt und ihre künstlerischen Exkursionen in die Pflanzenwelt. Künstlerisch geht es weiter mit der Pianistin Anny Hwang, die in Berlin einen musikalischen Salon eröffnet hat. Außerdem geht es um den Lyriker Konstantin Ames und die Darstellung Europas im Film.

Sendung: Mittwoch 31.08.2016 18.50 Uhr


Die Themen der Sendung


Die Künstlerin Lisa Marie Schmitt  (Foto: SR)

Von Menschen und Mimosen

Lisa Marie Schmitt und ihre künstlerischen Exkursionen in die Pflanzenwelt

„Du Mimose“ ist ja gemeinhin eher eine etwas despektierliche Bezeichnung für einen allzu zart besaiteten Menschen. Für die Künstlerin Lisa Marie Schmitt allerdings klingt das ganz und gar nicht negativ – weshalb eine ihrer Videoarbeiten auch ganz selbstbewusst „Ich, Mimose“ heißt. Darin setzt sie ihre Familiengeschichte, durch die sich wie ein roter Faden das Phänomen „Phantomschmerz“ zieht, in Beziehung zu den zarten Regungen einer echten Mimosenpflanze. Derzeit hat die HBK-Absolventin das Atelierstipendium des Saarländischen Künstlerhauses inne. Christina Deinsberger stellt eine Künstlerin vor, die feinfühlig und aufmerksam die zarten Beziehungen von Menschen, Mimosen und anderen Pflanzen untersucht.


Die  Pianistin Anny Hwang (Foto: SR)

Künstlerischer Austausch

Anny Hwang und ihr musikalischer Salon „Anny Time“

Dass Pianisten gerne in die Vergangenheit schauen verwundert kaum. Der Löwenanteil der Musik, die sie spielen, kommt aus vergangenen Epochen wie der Klassik und der Romantik. Auch die in Dudweiler aufgewachsene Pianistin Anny Hwang beschäftigt sich gerne mit vergangenen Epochen wie der Romantik – aber nicht nur mit der Musik, sondern auch mit den Rahmenbedingungen, wie Musik gespielt wurde. Anny Hwang wurde auf den Salon aufmerksam. Darin trafen sich früher unterschiedlichste Künstler zum gemeinsamen Austausch – eine schöne Tradition, die in der Gegenwart fast völlig in Vergessenheit geraten ist. Anny Hwang hat in ihrer neuen Heimat Berlin den Salon wieder aufleben lassen. Susanne Kirchhofer hat „Anny Time“ besucht – und neben Klassik auch Dixieland, Jazz, bildende Kunst und viele glückliche Leute erlebt.


Der Lyriker Konstantin Ames  (Foto: SR)

Sprachresteverwertung als Kunst

Konstantin Ames ist einer der spannendsten zeitgenössischen Lyriker

Er hat sich selbst mal als „Schnösel vom Literaturinstitut“ bezeichnet. Konstantin Ames wurde 1979 in Völklingen geboren und lebt mittlerweile in Berlin. Gerade hat er im Saarländischen Künstlerhaus sein neues Buch „sTiL.e(zwi) Schenspiele“ vorgestellt – und wie der Titel schon vermuten lässt: Es wird nach Lust und Laune montiert, dekonstruiert, zitiert und moderne Lyrik in einem beachtlichen Stilmix produziert. Eine zwischen Alltagswitz, Kalauer, hohem Ton und Sprachresteverwertung balancierende Wortakrobatik, die Konstantin Ames zu einem der interessantesten zeitgenössischen Dichter macht. Uwe Loebens stellt den Schriftsteller und seine Schriftstellereien vor.


Nur Postkartenklischees?

Wie Europa im Film dargestellt wird

Wie manche Amerikaner Barcelona und Umgebung beschreiben würden, leitet sich vermutlich aus Woody Allens Film „Vicky, Christina, Barcelona“ ab. Und selbst wer noch nie an der Côte d’Azur war hat vermutlich das Bild der hinreißenden Grace Kelly auf der Küstenstraße Grande Corniche zwischen Nizza und Monaco vor Augen – und meint, Nizza von oben zu kennen, weil man Hitchcocks „Über den Dächern von Nizza“ gesehen hat. Aber wurden alle diese Bilder überhaupt an Originalschauplätzen gedreht? Wie arbeiten die großen Filmemacher Hollywoods und Europas? Diesen Fragen geht der Wissenschaftler Nils Daniel Peiler jetzt in einer Filmreihe im Saarbrücker Kino Achteinhalb auf den Grund. Er untersucht anhand von einer Handvoll Filmen der genannten Regisseure sowie von Tom Tykwer und Ernst Lubitsch und Jean Rouch, wie ihre Darstellungen die Selbstwahrnehmung Europas beeinflusst haben – und diskutiert darüber im kulturspiegel-Gespräch mit Susanne Gebhardt.


Kultur-Tipps

  • Das "Stummmusical" in neuer Inszenierung

  • "The Listeners"

  • Ausstellung im Zeitungsmuseum in Wadgassen

  • Udo Jürgens

  • Verlosung von Konzertkarten für "The Boss Hoss"


Moderation: Oliver Hottong

Oliver Hottong (Foto: Pasquale D'Angiolillo)


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