Auf den Spuren des echten Nikolaus in Lothringen

Auf den Spuren des echten Nikolaus in Lothringen

Aus der Reihe "Fahr mal hin"

 

Nach St. Nicolas-de-Port in Lothringen mit seiner wohl schönsten und größten Nikolaus-Basilika Europas strömen seit einigen Jahren immer mehr Besucher und Pilger. Fahr mal hin hat den Ort in der Vorweihnachtszeit besucht.

Sendung: Sonntag 04.12.2016 15.15 Uhr

Nach St. Nicolas-de-Port in Lothringen mit der wohl schönsten und größten Nikolaus-Basilika Europas strömen seit einiger Zeit immer mehr Besucher und Pilger. Das Nikolausfest wird in dem kleinen lothringischen Ort nur wenige Kilometer südlich von Nancy jeweils am Samstag nach dem 6. Dezember sehr viel aufwendiger gefeiert als anderswo: mit Prozession, Umzug und Weihnachtsmarkt. Für die Bewohner von St. Nicolas-de-Port ist dieser Tag wichtiger als Weihnachten. Seit über 800 Jahren schon pilgern Gläubige aus aller Welt hierher zu der Reliquie des Heiligen, der einst als Bischof im heute türkischen Myra gelebt hat. Als Wohltäter, der so manches Wunder vollbracht haben soll, wurde er zur Legende.

Ziel für Pilger aus ganz Europa

Im Jahr 1087 nahm ein Kreuzritter aus Lothringen am Grab des Heiligen im italienischen Bari ein Fingerglied der segnenden Hand an sich, und brachte es als Reliquie in seine lothringische Heimat. Seitdem ereigneten sich auch hier wahre Wundergeschichten und eine gewaltige Basilika wurde rund um die Reliquie gebaut. Der Ort entwickelte sich zu einem Ziel für Pilger aus ganz Europa, der im Mittelalter weit berühmter war als Santiago de Compostela. Sogar einen Sommer-Nikolaus gibt es in St. Nicolas-de-Port, ihm zu Ehren wird an Pfingstmontag ein Fest gefeiert, mit dem an die Ankunft der Reliquie in Lothringen erinnert wird. Fahr mal hin macht sich auf, um all den echten und wundersamen Geschichten rund um den Nikolaus in Lothringen nachzuspüren, und auch, um das Geheimnis zu lüften, warum es alljährlich immer mehr Menschen aus aller Welt zum Nikolausfest nach Lothringen zieht.

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