Simin Sadeghi und Team im London Eye (Foto: Simin Sadeghi)

Vier Fragen an... Simin Sadeghi

 

Vor Beginn der neuen Staffel von "..., da will ich hin" haben wir Simin Sadeghi ein paar Fragen zu den neuen Reiszielen gestellt. Ihre Antworten gibt's hier.

London, Antwerpen, Ischia, Innsbruck - Welches von denen ist durch den Dreh dein Lieblingsziel geworden? Wo würdest du sofort wieder hinfahren und warum?

Neue Staffel ab 7. Oktober
..., da will ich hin!
Seit dem 7. Oktober zeigt das SR Fernsehen eine neue Staffel von "..., da will ich hin!". London, Marrakesch und Aix-en Provence sind nur einige der spannenden Reiseziele, die Simin Sadehgi und Michael Friemel in den nächsten Monaten besuchen. Wo es noch hingeht?

Ganz klar London – das war schon vorher eines meiner liebsten Ziele. Die Stadt hat einfach so viel zu bieten. Es ist als würde man in fünf oder zehn verschiedene Städte fahren. In jedem Viertel und hinter jeder Ecke zeigt die Stadt ein anderes Gesicht. London ist nicht umsonst eines der beliebtesten Reiseziele in Europa. Es ist zwar eine Floskel, aber für London stimmt sie: Es ist für jeden was dabei und ich meine damit, dass jeder dort seinen perfekten City-Urlaub erleben kann. Wer es gern schrill, laut und bunt mag, fährt am Tag ins East-End und stürzt sich nachts ins Club-Leben. Wer auf Kunst und Kultur steht, für den versammeln sich in London einige der weltbesten Museen – und alle sind kostenlos zu besuchen. Zusätzlich gibt es eine ausgezeichnete Musical- und Theaterszene. Für alle, die es gemütlicher angehen wollen, die fahren nach Soho oder Notting Hill oder spazieren in den vielen Parks usw. London ist wirklich eine Stadt mit 1000 Gesichtern! Das liebe ich besonders!

Hast du drei Tipps, was man an diesem Reiseziel unbedingt machen sollte?

Bei London ist es schwer sich zu entscheiden, aber ich versuche es. Als Voraussetzung empfehle ich für die Tube eine Oyster-Card zu kaufen, das lohnt sich schon nach wenigen Fahrten und man spart richtig Geld

  • Sightseeing: Einen Spaziergang entlang der Themse, denn da hat man gleich alle Sehenswürdigkeiten abgefrühstückt. Wer das schon gemacht hat, dem empfehle ich die alternativen Stadtführungen. Die starten (ich glaube) jeden Tag vormittags und nachmittags am Wellington-Arch. Meistens führen einen dort Studenten durch Straßenzüge, die man so nicht beachten würde und erzählen schöne Anekdoten. Die Führungen sind kostenlos (bis auf ein kleines Trinkgeld). Danach kann man sich schön zum High- oder Afternoon-Tea in ein Café setzen und Sandwiches und Scones essen. Jummi!

  • Einkaufen im East-End für alle, die es schrill, bunt oder Second-Hand mögen. Und falls man keine Ahnung hat, wie das neu gekaufte Teil zur eigenen Garderobe passt, kann man sich einfach in ein Café setzen und sich Inspiration bei den vorbei laufenden Londonern holen! Die wissen, was in Sachen Fashion angesagt ist. Toll!

  • In eins der Museen gehen. Ich war in der National Gallery und im Tate Modern. Beide sind super! Aber auch alle anderen großen und kleinen Museen sind einen Besuch Wert – Und das tolle: Der Eintritt ist frei. Man kann also auch bei einem Regenschauer reinhüpfen und wieder gehen, wenn das Wetter besser wird – ohne schlechtes Gewissen.

Welches der Ziele hat dich am meisten überrascht? Bei welchem klafften deine Erwartungen und die Realität am meisten auseinander?

Ich muss sagen, dass Ischia mich überrascht hat. Ich habe eine Insel voll deutscher Rentner erwartet, die in den unzähligen Thermalbädern ihre Leiden kurieren. Die waren auch dort, aber die Insel ist mehr als ein Rentner-Klischee. Wenn man fernab der ausgetretenen Pfade läuft, ist die Insel auch für Individual-Reisende wunderbar. Man kann Wandern, Schwimmen und toll essen! Es gibt traumhafte kleine Buchten und Strände und die Ischitaner sind gastfreundlich. Nur Rollerfahren in Hafennähe kann ich nicht empfehlen. ;-)

Wie und wie lange bereitest du dich auf einen Dreh in einem dwih-Ziel vor? Ist schon von vornherein klar, was du jeweils sagen willst oder reagierst du tatsächlich oft spontan?

Ich fange schon Wochen vor dem Dreh an mich mit den Autoren abzusprechen. Dann sammele ich Informationen über das Reiseziel, schaue mir Dokumentationen an, lese Reiseführer, suche im Internet nach Hintergrundinfos und kleinen Geschichten und Anekdoten. Für jedes Reiseziel erstelle ich eine kleine Infos-Mappe für mich. Etwa eine Woche vor dem Dreh informiere ich mich dann über die Protagonisten im Internet oder ich rufe an. So bereite ich meist auch die Interviews vor. Ich schreibe alles auf, was mich interessiert. Mit den Autoren spreche ich dann die genauen Fragen ab. Zu meinen Moderationen mache ich mir oft Stichworte. Aber meist ändert sich alles nochmal vor Ort, weil ich dann mit den Protagonisten spreche und auch erst dann richtige Eindrücke von dem Reiseziel habe. Ich sage fast nie, was ich mir zu Hause aufgeschrieben habe. Aber es ist immer gut, eine Idee oder einen Text in der Hinterhand zu haben.


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